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ISBN/EAN: 978-3-518-58738-6
Einband: gebundenes Buch
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Originaltitel:
La société ingouvernable. Une généalogie du libéralisme autoritaire
La société ingouvernable. Une généalogie du libéralisme autoritaire
Übersetzer:
Michael Halfbrodt
Michael Halfbrodt
Auflage:
2. Auflage 2019
2. Auflage 2019
Erschienen am:
29.10.2019
29.10.2019
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
496 S.
496 S.
Format (T/L/B):
3.5 x 22 x 15 cm
3.5 x 22 x 15 cm
Hersteller:
Suhrkamp Verlag GmbH
info@suhrkamp.de
Torstr. 44
DE 10119 Berlin
Suhrkamp Verlag GmbH
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Die unregierbare Gesellschaft
Eine Genealogie des autoritären Liberalismus
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Beschreibung
Die 1970er Jahre wurden von einer gigantischen 'Regierbarkeitskrise' erschüttert: Die Wirtschaftswelt hatte mit massiver Disziplinlosigkeit der Arbeiter zu kämpfen, aber auch mit der so genannten 'Managerrevolution', mit bisher beispiellosen ökologischen Massenbewegungen und neuen Sozial- und Umweltvorschriften. Politisch geäußerte Ansprüche immer zahlreicher werdender sozialer Gruppen drohten in den Augen der herrschenden Eliten aus Wirtschaft und Politik die Gesellschaft unregierbar zu machen. Der französische Philosoph Grégoire Chamayou porträtiert in seinem faszinierenden Buch dieses Krisenjahrzehnt als den Geburtsort unserer Gegenwart - als Brutstätte eines autoritären Liberalismus. Zur Abwehr der Bedrohung wurden in wirtschaftsnahen Kreisen neue Regierungskünste ersonnen, die beispielsweise einen Krieg gegen die Gewerkschaften, den Primat des Shareholder Value sowie eine Entthronung der Politik vorsahen. Der damit seinen Siegeszug antretende Neoliberalismus war jedoch nicht durch eine einfache 'Staatsphobie' bestimmt. Die Strategie zur Überwindung der Regierbarkeitskrise bestand vielmehr in einem autoritären Liberalismus, bei dem die Liberalisierung der Gesellschaft eine Vertikalisierung der Macht impliziert: Ein 'starker Staat' für eine 'freie Wirtschaft' wird zur neuen Zauberformel unserer kapitalistischen Gesellschaften.
Über Grégoire Chamayou
Informationen zu Grégoire Chamayou auf suhrkamp.de